Technisches
Technische Daten zum Kino um die Ecke
| Saal 1 | Saal 2 | |||
| Anzahl Sitzplätze | 128 | Anzahl Sitzplätze | 70 | |
| Anzahl Sitzreihen | 11 | Anzahl Sitzreihen | 7 | |
| Sitzreihenabstand | 1.1 m | Sitzreihenabstand | 1.1 m | |
| Leinwandgrösse BxH | 7.88 x 3.3 m | Leinwandgrösse BxH | 5.29 x 2.77 m | |
| Projektionsdistanz | 15.53 m | Projektionsdistanz | 10.35 m | |
| Tonformat | Dolby Digital | Tonformat | Dolby Digital | |
| Filmformat (Trailer + Hauptfilm) | 35mm* | Filmformat (Trailer + Hauptfilm) | 35mm* | |
| Filmformat (Dia + Werbung) | Videoprojektor | Filmformat (Dia + Werbung) | Videoprojektor | |
* = DVD-Projektion sowie Präsentationen ab Laptop möglich (für Privat- und Firmenanlässe)
Wie funktioniert die Bildprojektion im Kino?
An sich ist dies kein kompliziertes Thema. Schwierig ist es nur, Jemandem zu erklären, wie es funktioniert, der mit Kinotechnik nicht so viel am Hut hat. Nun ist mir eingefallen, dass ich dies 1992 bereits an der Gewerbeschule getan habe. Also: ich werde mich jetzt ganz einfach des damaligen Vortrages bedienen.
Ausschnitte aus dem Vortrag „Kinotechnik“ vom 23. Januar 1992.
Den meisten Kinobesuchern ist vermutlich gar nicht bewusst, dass ein Film nichts anderes ist als eine optische Täuschung. Wir alle glauben, dass auf der Leinwand ein bewegtes Bild zu sehen ist. Was in Wirklichkeit aber nicht zutrifft.
Das einzige, was wir auf der Leinwand sehen, sind stillstehende Bilder. Weil es davon aber eine ganze Menge gibt, nämlich 48 Stück pro Sekunde, kann unser Auge die einzelnen Bilder nicht mehr auseinander halten und es entsteht so der Eindruck als würde sich das Bild bewegen.
Die vielen Bilder auf dem Filmstreifen laufen von oben nach unten durch den Projektor. Wenn wir nun einfach eine Lampe hinter den laufenden Film stellen würden, so hätten wir auf der Leinwand von oben bis unten nur farbige Streifen. Um das zu vermeiden, benötigt ein Filmprojektor ein Maltesergetriebe und eine Blende. Das Maltesergetriebe macht aus einer gleichmässig drehenden Bewegung eine ruckweise drehende Bewegung. Der Film wird also 24 Mal in der Sekunde ruckweise um ein Bild weiter transportiert.
Würde man in der Sekunde jedoch nur 24 Bilder auf die Leinwand werfen, so wäre dies für unser Auge zu langsam, und wir würden ein Flimmern wahrnehmen. Deshalb hat man sich in der Kinotechnik damit beholfen, dass jedes Bild gleich 2 mal nacheinander beleuchtet wird.
Die Blende hat nun zur Aufgabe den Filmstreifen einmal während seines Transportes ab zu decken, und zusätzlich noch ein weiteres Mal während der Film an Ort steht. (Siehe nebenstehende Abbildung).
Die Blende selbst stellt man sich am Besten wie eine drehende Konservendose vor. Diese „Konservendose“ hat ein durchgehendes Loch an der Stelle wo sonst die Etikette kleben würde. Wenn die Blende nun dreht, wird das Licht, welches durch den Filmstreifen auf die Leinwand gelangt, in der Sekunde 48 Mal unterbrochen.
Die Punkte 1 - 4 wiederholen sich 24 mal in der Sekunde.
1. Die Blende ist geöffnet und das Licht gelangt durch den Film auf die Leinwand.
2. Die Blende ist geschlossen, das Bild wird nicht beleuchtet, bleibt aber an Ort und Stelle.
3. Die Blende ist wieder geöffnet und dasselbe Bild wird nochmals beleuchtet.
4. Die Blende ist wieder geschlossen. Nun wird der Film transportiert bis das nächste Bild zum Belichten bereit steht. Der Ablauf beginnt nun wieder von vorne.
Wo kommt der Ton her?
Für gewöhnlich kommt der Ton aus dem Lautsprecher … es sei denn Ihre Umgebung hat sich in der Pause mit Popcorn eingedeckt ;-)
Einmal abgesehen von Ihren Sitznachbarn, gibt es für Kinofilme ganz verschiedene Tonsysteme, die sich mit einer Ausnahme allesamt auf dem Film befinden. Die heute gebräuchlichsten Formate stelle ich hier kurz vor. (Textquelle: Wikipedia.org)

- Lichtton (analoge Tonabnahme)
Eine kleine Lampe leuchtet auf den Tonstreifen, der je nach Lautstärke und Frequenz des Tonsignals mehr oder weniger stark lichtdurchlässig ist. Somit fällt ein Licht permanent wechselnder Stärke auf eine Fotodiode, die auf der anderen Seite befestigt ist. Diese Fotodiode wandelt das Licht in eine Wechselspannung, die verstärkt wird und anschliessend den Lautsprechern im Kinosaal zugeführt wird. - Dolby Digital, SDDS, DTS (digitale Tonabnahme)
Bei diesen Verfahren wird, im Gegensatz zum analogen Lichtton, der Ton nicht in Schwingungen auf den Film kopiert, sondern in Form digitaler Informationen. Diese werden von einer Fotozelle erfasst, und dann in einem Decoder zu Tonsignalen verändert. Diese Tonabnahme erlaubt eine höhere Dynamik, mehr Kanäle (was eine bessere räumliche Abbildung des Tones ermöglicht) und eine nochmals gesteigerte Rauschunterdrückung.
Und was man noch wissen sollte, weil es immer wieder verwechselt wird: THX ist kein eigenes Tonsystem, sondern ein Zertifizierungsverfahren für optimierte Tonwiedergabe. Dazu werden Elemente der Tonanlage, sowie auch die Akustik in Kinosälen vorgeschrieben, überprüft und zertifiziert. Der Bau eines THX tauglichen Kinosaals ist sehr aufwändig und kostspielig.
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